25 December 2025, 04:51

Thüringen wagt Experiment: Bürgerversammlung sucht Wege zum Frieden bis 2027

Vier Personen sitzen auf Stühlen und unterhalten sich.

200 Teilnehmer, Vier Regionen: Bürgerrat startet im März - Thüringen wagt Experiment: Bürgerversammlung sucht Wege zum Frieden bis 2027

Thüringen startet im März 2023 seine Bürgerversammlung zu Frieden und Diplomatie

Im März 2023 wird in Thüringen die Bürgerversammlung zu Frieden und Diplomatie an den Start gehen. Die Initiative bringt 200 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner aus dem gesamten Bundesland zusammen, um zentrale Themen – darunter Frieden und diplomatische Lösungen – zu erörtern. Fünf Städte – Erfurt, Jena, Gera, Nordhausen und Suhl – wurden per Losverfahren für die Teilnahme ausgewählt.

Die Versammlung läuft bis Ende 2027, wobei für den Sommer 2027 eine landesweite Bürgerkonferenz geplant ist. Die Teilnehmer werden durch ein randomisiertes Losverfahren bestimmt, um eine ausgewogene demografische Zusammensetzung zu gewährleisten. Rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger aus 36 zufällig ausgewählten Gemeinden erhalten Einladungen zur Mitwirkung.

Die Versammlung gliedert sich in vier regionale Gruppen mit je 50 Mitgliedern. Zwar liegt der Schwerpunkt auf Frieden und Diplomatie, doch können auch weitere relevante Themen behandelt werden. Das Land stellt etwa 250.000 Euro für das Projekt bereit. Die Organisatoren wollen eine Plattform schaffen, auf der vielfältige Stimmen die Debatte über drängende Fragen prägen können. Der Prozess umfasst mehrere Phasen; die Abschlusskonferenz wird die Ergebnisse und Empfehlungen zusammenfassen.

Die Versammlung bietet den Bürgerinnen und Bürgern über die nächsten fünf Jahre eine strukturierte Möglichkeit, politische Diskussionsprozesse mitzugestalten. Die Treffen finden in den ausgewählten Städten statt, die Ergebnisse werden auf der Konferenz 2027 präsentiert. Die Initiative unterstreicht Thüringens Engagement für eine inklusive Bürgerbeteiligung bei Themen von öffentlichem Interesse.