30 January 2026, 10:44

Thyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Verzicht auf 93-Millionen-Dividende für Arbeitsplatzsicherung

Eine große Gruppe von Menschen steht auf der Straßenseite, einige halten Kameras und ein Schild, mit Fahrzeugen, einem Zaun, Pfählen, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund, wahrscheinlich protestieren sie gegen das Hongkonger Auslieferungsgesetz.

Thyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Verzicht auf 93-Millionen-Dividende für Arbeitsplatzsicherung

Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren vor Hauptversammlung am 30. Januar 2026

Vor der für den 30. Januar 2026 anstehenden Hauptversammlung von Thyssenkrupp haben Mitarbeiter des Konzerns Proteste organisiert. Die Belegschaft fordert die Aktionäre auf, eine geplante Dividendenausschüttung in Höhe von 93 Millionen Euro abzulehnen. Stattdessen solle das Geld in den Erhalt von Arbeitsplätzen und soziale Absicherungen fließen.

Die Demonstrationen fanden in Bochum statt, wo Konzernchef Miguel López vor den Aktionären über Dividendenzahlungen und strategische Pläne sprach. Beschäftigte von Thyssenkrupp sowie des Tochterunternehmens, dem Stahlhersteller HKM, beteiligten sich an den Protesten und verlangten einen Sozialtarifvertrag zum Schutz der Arbeitsplätze.

Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte das Unternehmen scharf, weil es Aktionärsgewinne über die Stabilität der Belegschaft stelle. Besonders die HKM-Mitarbeiter fordern einen verantwortungsvollen Umgang mit den erwarteten Stellenstreichungen. Ihre zentralen Forderungen umfassen Zusagen, dass etwaige Personalabbaumaßnahmen fair und unter Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte erfolgen.

Die Beschäftigten rufen die Aktionäre dazu auf, auf die Dividende von 15 Cent pro Aktie – insgesamt 93 Millionen Euro – zu verzichten. Das Geld solle stattdessen in den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im gesamten Konzern investiert werden.

Die Proteste spiegeln die Spannungen zwischen der finanziellen Strategie von Thyssenkrupp und den Sorgen der Belegschaft um ihre Jobperspektiven wider. Nun liegt es an den Aktionären, auf der Hauptversammlung zu entscheiden, ob sie die Dividende genehmigen oder die Mittel – wie von den Mitarbeitern gefordert – umwidmen.