31 May 2026, 06:19

Tim Raues brutale Jugend bei den "36 Boys": Wie eine Berliner Bande sein Leben prägte

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Tim Raues brutale Jugend bei den "36 Boys": Wie eine Berliner Bande sein Leben prägte

Ein neues Buch enthüllt die gewalttätige Vergangenheit der berüchtigten Berliner „36 Boys“-Bande, die einst die Straßen von Kreuzberg beherrschte. Unter ihren Mitgliedern war Tim Raue – der einzige Deutsche in einer Gruppe, die durch brutale Mittel nach Anerkennung und Akzeptanz strebte. Seine Zeit bei der Bande hinterließ tiefe Spuren, sowohl körperlich als auch seelisch.

Die „36 Boys“ formierten sich in Berlin-Kreuzberg und zogen junge Männer an, die nach Zugehörigkeit suchten. Der Preis für die Mitgliedschaft war hoch: Ein Aufnahmeritual, bei dem Neulinge sich drei Minuten lang gegen zwei Bandenmitglieder behaupten mussten. Tim Raue, damals erst 14 Jahre alt, trat der Gruppe bei, hielt im Kampf jedoch nicht die volle Zeit durch. Er wurde verprügelt und trägt bis heute eine Narbe von dieser Demütigung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Schlägereien mit rivalisierenden Banden gehörten für die „36 Boys“ zum Alltag. Raue gibt zu, dass er in diesen Auseinandersetzungen oft die Flucht ergreifen wollte, sich aber zwang, standzuhalten. Seine Zeit in der Bande währte nur zwei Jahre – von seinem 14. bis 16. Lebensjahr –, doch die Erfahrungen prägten ihn nachhaltig.

Das Buch „36 Boys: Wie eine Kreuzberger Bande zur Legende wurde“ dokumentiert nun die Geschichte der Gruppe, darunter auch Raues persönlichen Bericht. Einst selbst Akteur der Straßengewalt, distanziert er sich heute davon – doch er erkennt die Denkweise an, die ihn damals antrieb.

Heute blickt Raue mit einer Mischung aus Reue und Verständnis auf die Kultur der Brutalität zurück, die die Bande prägte. Das Buch wirft einen schonungslosen Blick darauf, wie eine Gruppe junger Männer im Berlin der 1980er Jahre zu Gewalt griff, um Identität zu finden.

Die „36 Boys“ lösten sich auf, doch ihr Erbe lebt in Geschichten wie der von Raue weiter. Seine Erfahrungen – geprägt von Initiationsschlägen und Straßenschlachten – dienen heute als Mahnmal. Das Buch bewahrt ihre Geschichte vor dem Vergessen und gewährt Einblick in eine Welt, in der Gewalt die Währung für Respekt war.

Quelle