30 May 2026, 18:16

TK meldet Rekordzahl an Verdachtsfällen auf Behandlungsfehler im Jahr 2025

Behandlungsfehler: Anzahl der vermuteten Fälle erreicht neuen Rekord

TK meldet Rekordzahl an Verdachtsfällen auf Behandlungsfehler im Jahr 2025

Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse (TK), verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 7.540 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler. Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kasse warnt zudem davor, dass viele weitere Vorfälle vermutlich ungemeldet bleiben.

Am häufigsten betroffen waren chirurgische Eingriffe, die mit 29 Prozent den größten Anteil der gemeldeten Verdachtsmomente ausmachten. Es folgten Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent sowie Geburtshilfe und Gynäkologie mit 11 Prozent. Zusammen entfielen auf diese drei Fachbereiche mehr als die Hälfte aller dokumentierten Fälle.

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Rund ein Drittel der Verdachtsfälle führte zu offiziellen Verfahren. TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas fordert eine stärkere Verantwortungskultur im Gesundheitswesen und plädiert für mehr Transparenz. Zudem setzt er sich für ein zentrales Meldesystem sowie eine verbindliche Meldepflicht in allen medizinischen Einrichtungen ein.

Die TK geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Behandlungsfehler deutlich höher liegt. Viele Vorfälle blieben vermutlich unentdeckt – sei es durch mangelnde Meldungen oder fehlendes Problembewusstsein bei Patientinnen und Patienten.

Die Daten für 2025 zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei gemeldeten Verdachtsfällen. Die TK-Ergebnisse unterstreichen den Bedarf an besseren Kontrollmechanismen und einheitlichen Meldeverfahren. Die Kasse drängt weiterhin auf Reformen, um die Patientensicherheit zu erhöhen und nicht erfasste Fälle zu verringern.

Quelle