27 January 2026, 17:22

Tödlicher Schuss bei Festnahme: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Bundespolizisten ein

Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" mit einem Stempel, der die erste Auflage anzeigt, und einigen handgeschriebenen Text auf dem Papier.

Ermittlungen gegen tödlichen Polizeischuss eingestellt - Tödlicher Schuss bei Festnahme: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Bundespolizisten ein

Ein 38-jähriger Mann starb im März 2025 in Nürnberg, nachdem er bei einer Festnahme von einem Polizisten angeschossen worden war. Der Vorfall ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus, wo Beamte der Bundespolizei den Mann wegen des Verdachts auf Körperverletzung in Untersuchungshaft nehmen wollten. Die Ermittlungen zum Schusswaffeneinsatz dauerten fast ein Jahr, bevor die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellte.

Die Auseinandersetzung begann, als die Beamten eintrafen, um den Mann festzunehmen. Während der Festnahme soll er sich mit einem großen Küchenmesser auf einen Polizisten zubewegt haben. Daraufhin feuerte der Beamte zwei Schüsse ab und traf den Mann im Oberkörper.

Notärzte versuchten, den Mann wiederzubeleben, doch er erlag später seinen Verletzungen. Die Behörden prüften den Fall rund elf Monate lang, bevor sie zu dem Schluss kamen, dass der Schusswaffeneinsatz als Notwehr gerechtfertigt war. Der Name des beteiligten Polizisten wurde nicht veröffentlicht. Angehörige des Verstorbenen behalten das Recht, die Entscheidung anzufechten. Sie können Beschwerde einlegen, was eine Überprüfung durch die Generalstaatsanwaltschaft zur Folge hätte.

Das Verfahren wurde eingestellt, da die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis kam, dass der Beamte rechtmäßig gehandelt hat. Gegen den Polizisten werden keine Anklagen erhoben. Die Familie behält rechtliche Möglichkeiten, sollte sie eine weitere Überprüfung anstreben.