Uli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – trotz eigener Herzprobleme und Bluthochdruck
Hans-Werner HövelUli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – trotz eigener Herzprobleme und Bluthochdruck
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit seiner Kritik an veganer Ernährung eine Debatte ausgelöst. Der 72-Jährige, der selbst aus der Wurstbranche stammt, behauptet, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe. Seine Äußerungen kommen trotz eigener Herzprobleme und Bluthochdruck in der Vergangenheit.
Hoeneß, dessen Familie das Fleischunternehmen HoWe Wurstwaren führt, bezeichnete Veganer als übermäßig militant. Er argumentierte, der Verzicht auf tierische Produkte mache Menschen auf Dauer krank. Doch medizinische Studien belegen regelmäßig, dass ein hoher Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung steht.
Bereits 2014 erkannte der Chef der Rügenwalder Mühle – heute bekannt für pflanzliche Wurstalternativen – einen klaren Trend hin zu Fleischersatzprodukten. Dieser hat sich seitdem weiter verstärkt. Als Reaktion auf Hoeneß' Aussagen lud PETA Deutschland ihn ein, am Veganstart-Programm teilzunehmen. Die Organisation betont, dass eine gut geplante vegane Ernährung der menschlichen Gesundheit, dem Tierschutz und der Umwelt zugutekommt.
Hoeneß selbst musste in der Vergangenheit wegen Herzproblemen behandelt werden. Sein anhaltender Kampf gegen Bluthochdruck steht im Widerspruch zu seiner Ablehnung pflanzlicher Ernährung. Die Diskussion zeigt, wie sehr seine Ansichten sowohl mit dem wissenschaftlichen Konsens als auch mit den Marktentwicklungen kollidieren. PETAs Angebot bleibt bestehen, während pflanzliche Alternativen weiterhin an Beliebtheit gewinnen. Seine gesundheitlichen Herausforderungen fügen der Debatte über Ernährung und langfristiges Wohlbefinden eine weitere Ebene hinzu.






