Ulmer Narren stürmen das Rathaus – bis Fasching 2026 regieren sie die Stadt
Hans-Werner HövelUlmer Narren stürmen das Rathaus – bis Fasching 2026 regieren sie die Stadt
Ulms Rathaus ist in den Händen der Narren – zumindest bis Fasching 2026. Während der Fasnacht-Feierlichkeiten haben die Ulmer Narren das Gebäude in einer scherzhaften Machtübernahme gestürmt. Statt sich zu wehren, machten lokale Politiker wie Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Neu-Ulms Bürgermeisterin Katrin Albsteiger bei dem traditionellen Spektakel mit.
Der Auftakt bestand aus einer Reihe humorvoller Herausforderungen: Stadtverantwortliche mussten sich im Limbo-Tanz versuchen, menschliche Pyramiden bauen und knifflige Fragen beantworten. Trotz aller Bemühungen gaben sie schließlich den Narren die Kontrolle ab.
Oberbürgermeister Ansbacher zeigte sich im Karnevalsfieber als "Super Martin", während Albsteiger als Prinzessin Peach auftrat. Die Stadtverwaltung erkannte die Übernahme als Teil der "fünften Jahreszeit" an – der traditionellen Fasnacht-Periode.
Obwohl in Ulms Geschichte solche "Rathausstürme" nicht häufig verzeichnet sind, gibt es ähnliche Bräuche in benachbarten schwäbischen Städten. In Orten wie Leutkirch oder Käfertal übernehmen die Narren etwa am Gumpigen Donnerstag symbolisch den Schlüssel des Bürgermeisters. Bis zum Ende der Fasnacht bleibt Ulms Rathaus nun in der Hand der Narren.
Die Machtverschiebung ist nur vorübergehend – bis Fasching 2026 regieren die Narren. Dass die Stadtvertreter freiwillig mitspielten, unterstreicht die Bedeutung des Brauchs für die lokale Fasnacht-Tradition. Die spielerische Eroberung des Rathauses bleibt auch in diesem Jahr fester Bestandteil der Feierlichkeiten.
Ulmer Fasnet 2026: Narrenbaum Raising Adds to Carnival Spirit
Carnival celebrations in Ulm expanded this year with the raising of the Narrenbaum at Münsterplatz. The event featured traditional Guggenmusik performances. This marks a parallel tradition to the Rathaussturm, showcasing the city's vibrant Fasnet culture. Münsterplatz became the new focal point for festivities in 2026.






