Umstrittenes CDU-AfD-Foto löst Debatte über politische Grenzen aus
Ein Foto des CDU-Fraktionsvorsitzenden Guido Heuer und des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund bei einer gemeinsamen Veranstaltung hat eine politische Diskussion ausgelöst. Die Aufnahme entstand in Halberstadt während einer vom Landesverband Sachsen-Anhalt des Liberal-Mittelständischen Verbands (LMV) organisierten Zusammenkunft. Schnell kamen Spekulationen auf, ob dies auf eine mögliche Positionsänderung der CDU gegenüber der AfD hindeuten könnte.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter mehrerer Parteien teil, darunter CDU, AfD, Linke, Grüne und BSW. Nach einer Äußerung Siegmunds griff Heuer ein – in diesem Moment entstand das umstrittene Foto.
Das Bild zeigt beide Politiker mit separaten Mikrofonen, was Heuers spätere Aussage widerlegt, es habe nur ein einziges Mikrofon gegeben. Er betonte, seine Partei werde zwar an der Linie „Grenzen ziehen, aber nicht ausschließen“ gegenüber der AfD festhalten, schloss aber sowohl eine Koalition mit der AfD als auch mit der Linken aus.
Ulrich Siegmund wies in einem Interview mit der Jungen Freiheit Vorwürfe zurück, die Brandmauer-Politik der CDU gegenüber der AfD werde aufgeweicht. Unterdessen distanzierte sich Angelika Hießerich-Peter, Bundesvorsitzende des LMV, von der Veranstaltung – mit Verweis auf Siegmunds Teilnahme.
Die Veröffentlichung des Fotos warf Fragen zur CDU-Strategie im Umgang mit der AfD in Sachsen-Anhalt auf. Zwar bekräftigte Heuer die bisherige Parteilinie, doch das Bild und die anschließenden Stellungnahmen hielten die Debatte in Gang. Die Veranstalter gerieten wegen der Einladung Siegmunds in die Kritik.






