Väter und Söhne: Ein Fotoprojekt erkundet Europas emotionale Bindungen
Birgitt OttoVäter und Söhne: Ein Fotoprojekt erkundet Europas emotionale Bindungen
Ein neues Fotoprojekt des bulgarischen Künstlers Valery Poshtarov erkundet die Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen in ganz Europa. Seine Bilder, die Momente der Verbundenheit und Spannung einfangen, werden in einer Sonderausgabe des Magazins bodo diesen Herbst zu sehen sein. Unterdessen sorgen kulturelle Verschiebungen und persönliche Meilensteine im Ruhrgebiet für Aufsehen – von Wechseln in der Theaterleitung bis hin zu einer Punk-Renaissance.
Valery Poshtarov reiste monatelang durch Europa, um Väter und erwachsene Söhne zu fotografieren, die Händchen halten. Seine Aufnahmen thematisieren Männlichkeit, Generationenkonflikte und kulturelle Vielfalt. Obwohl die Serie bereits Aufmerksamkeit erregt, gibt es noch keine Studien, die ihren Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung dieser Themen bestätigen.
Die Bilder werden die kommende Sonderausgabe von bodo inspirieren, "Väter und Söhne", die am 1. Oktober erscheint. Das Magazin möchte mit der Ausgabe Gespräche über familiäre Bindungen und sich wandelnde gesellschaftliche Normen anregen.
In Gelsenkirchen kehrt die Sängerin und Schauspielerin Larissa Sirah Herlen – bekannt als Lary – zu ihren Wurzeln zurück. Sie steht im Mittelpunkt der Eröffnungsproduktion der Ruhrtriennale und bringt ihre Bühnenpräsenz zurück in die Region. Das künstlerische Programm des Festivals setzt weiterhin auf lokale Talente und internationale Themen.
Andernorts hat Birgit nach fast vier Jahren Obdachlosigkeit eine eigene Wohnung gefunden. Zuvor war sie auf Notunterkünfte und das Leben auf der Straße angewiesen – ein Wendepunkt in ihrem Leben.
Auch in der Theaterszene Bochums gibt es einen Wechsel: Thorsten Bihegue übernimmt die Leitung des Jungen Schauspielhauses und löst damit Cathrin Rose ab. Seine erste Spielzeit steht unter dem Zeichen radikaler Mitbestimmung und der Förderung von Neugier bei jungen Darstellern.
Seit sechs Jahren organisiert Thomas Koch Veranstaltungen, die auf direkten, persönlichen Austausch setzen. Seine Reihe fördert ungefilterte Gespräche – jenseits traditioneller Medien.
In Dortmund kollidieren Musik und Nostalgie: Die Ausstellung und das Buch "DortmUnderground 1978–1998" blicken auf die Punk- und Heavy-Metal-Szene der Stadt zurück. Das Projekt feiert zwei Jahrzehnte Underground-Kultur, die die lokale Identität geprägt haben.
In Castrop-Rauxel hält eine Hobby-Fußballmannschaft ihre Tradition seit über 20 Jahren am Leben. Zu ihren Mitgliedern gehört Micky Beisenherz, Podcast-Host und TV-Moderator – ein Beweis dafür, dass langjährige Freundschaften auch abseits des Platzes bestehen bleiben.
Poshtarovs Fotografie und die bodo-Sonderausgabe rücken die Vater-Sohn-Beziehungen im Oktober in den Fokus. Vom Theater bis zu persönlichen Wohnungs-Erfolgen spiegelt das Ruhrgebiet weiterhin größere kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen wider. Die hier entstehenden Projekte und Meilensteine zeigen sowohl individuelle Widerstandsfähigkeit als auch kollektive Kreativität.






