Verbraucherschützer warnen: Millionen gefährliche Produkte bleiben online erhältlich
George BenthinVerbraucherschützer warnen: Millionen gefährliche Produkte bleiben online erhältlich
Verbraucherzentrale Bundesverband fordert schärfere Kontrollen bei Online-Verkauf gefährlicher Produkte
Eine aktuelle Auswertung von EU-Daten zeigt: Trotz Löschungen durch große Plattformen sind Millionen gefährlicher Artikel weiterhin für Kund:innen erhältlich. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) verlangt nun strengere Regularien für den Online-Handel.
Im November 2025 hatten die fünf größten Shopping-Plattformen in Deutschland fast 70 Millionen Produktangebote entfernt. Davon wurden 30 Millionen als „gefährlich“ oder „verboten“ eingestuft. Der VZBV analysierte für seine Untersuchung die EU-Datenbank, die die Löschungen durch Online-Marktplätze dokumentiert – mit ernüchterndem Ergebnis.
Dabei deckte die Organisation Lücken bei der Abgleichung mit der EU-Datenbank auf. Durch dieses unvollständige Verfahren bleiben einige gefährliche Produkte unentdeckt und im Verkauf. Der VZBV drängt nun auf präventive Maßnahmen, um unsichere Artikel von vornherein von einer Listung auszuschließen.
Die Erkenntnisse des VZBV unterstreichen die anhaltenden Risiken für Verbraucher:innen beim Online-Kauf. Angesichts von 30 Millionen gelöschten gefährlichen Angeboten in nur einem Monat pocht der Verband auf konsequentere Durchsetzung. Sein zentrales Anliegen: Gefährliche Produkte müssen bereits im Vorfeld blockiert werden, bevor sie überhaupt Kund:innen erreichen.






