Verlorene DDR-Symbole: Wie Fahnen und Embleme nach 1990 im Müll verschwanden
George BenthinNeue Ausstellung: 'Die Beseitigung von GDR-Staatssymbolen' - Verlorene DDR-Symbole: Wie Fahnen und Embleme nach 1990 im Müll verschwanden
Eine neue Ausstellung in Berlin spürt dem Schicksal der verlorenen Staatsymbolik der DDR nach. Im DDR-Museum Berlin-Mitte ist bis Mitte November die Schau "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" zu sehen. Sie beleuchtet, wie Fahnen, Embleme und Orden nach dem Zusammenbruch des Regimes 1990 verschwanden.
Nach der deutschen Wiedervereinigung landeten Tausende DDR-Symbole als Bauschutt auf dem Müll. Über ihre genauen Mengen gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen, doch Schätzungen zufolge wurden riesige Mengen vernichtet – besonders in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, wo zahlreiche DDR-Gebäude abgerissen wurden. Viele Stücke wanderten in Sperrmüllcontainer oder wurden auf Flohmärkten verkauft.
Nur ein Bruchteil dieser Relikte überdauerte. Einige retteten Privatpersonen oder Institutionen. Heute sind sie in Museen ausgestellt und geben Einblick in die visuelle Identität eines untergegangenen Staates.
Die Ausstellung zeigt, wie diese einst allgegenwärtigen Symbole fast über Nacht aus dem öffentlichen Raum verschwanden. Die Kuratoren veranschaulichen den Kontrast zwischen ihrer früheren Omnipräsenz und der plötzlichen Tilgung nach 1990.
Bis Mitte November können Besucher gerettete DDR-Embleme sehen und mehr über ihre Entsorgung erfahren. Gleichzeitig dokumentiert die Schau, wie die physischen Spuren des Regimes ausgelöscht wurden. Die Sammlung des Museums bewahrt, was von diesen historischen Artefakten noch übrig ist.






