23 January 2026, 22:51

VideoDays 2024: Wie Creator und Experten die Zukunft digitaler Inhalte gestalten

Ein Plakat, das ein Konzert in Berlin, Deutschland, ankündigt, zeigt eine Gruppe farblich gekleideter Menschen vor einem Gebäude mit der Aufschrift "Berlin - Die Stadt des Pariser Chicks" oben.

Cologne VideoDays: Creator*innen setzen auf Vielfalt und Popkultur - VideoDays 2024: Wie Creator und Experten die Zukunft digitaler Inhalte gestalten

Über 800 Content-Creator trafen sich vergangene Woche in Köln zur jährlichen VideoDays-Veranstaltung

Das Festival brachte Videoblogger, Branchenexperten und digitale Innovatoren zusammen, um über die neuesten Trends in den Online-Medien zu diskutieren. Die Themen reichten vom Aufstieg ultrakurzer Clips bis zu den Herausforderungen stundenlanger Livestreams.

Die Veranstaltung präsentierte eine Mischung aus etablierten Namen und aufstrebenden Talenten. Bekannte Creator wie Tomatolix, laserluca und die niederländische Beauty-Expertin NikkieTutorials beteiligten sich an Diskussionsrunden und Auftritten. Ihre Sessions behandelten alles – von kreativen Techniken bis zu den Belastungen durch Online-Ruhm.

Auch ernsthafte Themen kamen auf der Bühne zur Sprache, darunter psychische Gesundheit, Nachhaltigkeit und die Verbreitung von Fehlinformationen. Gleichzeitig würdigten die VideoDays Awards in 19 Kategorien die Vielfalt moderner Content-Produktion.

Tobias Schiwek, Geschäftsführer von We Are Era, sprach sich gegen strengere EU-Regulierungen für soziale Medien aus. Stattdessen plädierte er für eine bessere Medienkompetenz als Mittel gegen digitale Schädigungen. Seine Äußerungen fielen in eine Zeit, in der Plattformen ständig neue Formate entwickeln – viele davon starten zunächst online, bevor sie in klassische Medien übergehen.

Die VideoDays fanden vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Medienlandschaft in den USA statt, wo soziale Netzwerke ihre unabhängigen Fact-Checking-Bemühungen zurückfahren. Gleichzeitig gehen Plattformen seltener gegen Hassrede vor, was Bedenken hinsichtlich der Inhaltsmoderation aufwirft. Zwar kamen keine direkten Stimmen US-amerikanischer Nutzer zu Wort, doch die Debatten drehten sich um Transparenz, Risiken durch KI und inkonsistente Richtlinien.

Das Festival endete mit einem Austausch zwischen Creators und Branchenvertretern über die Zukunft digitaler Inhalte. Die VideoDays unterstrichen, wie sich Online-Medien weiterentwickeln – von kurzen Snackable-Videos bis hin zu langformatigen Streams. Mit Auszeichnungen, Diskussionen und Networking festigte die Veranstaltung Kölns Position als Drehscheibe für Europas kreative Szene.