Warnstreik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen nach gescheiterten Tarifverhandlungen auf
Hildegund LachmannWarnstreik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen nach gescheiterten Tarifverhandlungen auf
Warnstreik im Einzelhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Die Gewerkschaft ver.di, die die Beschäftigten vertritt, hat zu Arbeitsniederlegungen in mehreren deutschen Städten aufgerufen – darunter Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt. Der Ausstand betrifft den Einzel- und Großhandel, wo die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse stecken.
Laut aktuellem Angebot der Arbeitgeber sollen Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten eine Lohnerhöhung von zwei Prozent erhalten. Für Großhandelsbeschäftigte ist nach einer Phase ohne Gehaltsanpassung eine Erhöhung um 1,8 Prozent vorgesehen.
Die Gewerkschaft kritisiert diese Angebote als unzureichend angesichts der erwarteten Inflation. Sie fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie einen jährlichen Zuschuss von 150 Euro für Auszubildende während ihrer Lehrzeit. Zudem pocht ver.di auf eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten.
Trotz weiterer Gespräche haben die Arbeitgeber ihre Position nicht revidiert. Von dem Streik betroffen sind große Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und die Rewe-Logistik.
Der Arbeitskampf unterstreicht die Kluft zwischen den Forderungen der Gewerkschaft und den Angeboten der Arbeitgeber. Da die Verhandlungen feststecken, werden in mehreren Städten Proteste stattfinden. Das Ergebnis wird über Löhne und Arbeitsbedingungen für Zehntausende im Einzelhandel entscheiden.
