Warnstreik in Kiel: Öffentlicher Dienst fordert sieben Prozent mehr Lohn bis Februar
George BenthinBeamte protestieren vor der Staatskanzlei in Kiel - Warnstreik in Kiel: Öffentlicher Dienst fordert sieben Prozent mehr Lohn bis Februar
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Schleswig-Holsteins haben vor den entscheidenden Tarifverhandlungen den Druck für höhere Löhne erhöht. Rund 500 Landesbedienstete führten in Kiel einen Warnstreik durch und bildeten eine Menschenkette zwischen Regierungsgebäuden. Ihre Forderungen umfassen eine siebenprozentige Lohnerhöhung, wobei die Gewerkschaften die Initiative für bessere Arbeitsbedingungen vorantreiben.
Die Protestaktion wurde vom dbb beamtenbund und tarifunion sowie der Tarifunion-Gewerkschaft organisiert. Die Beschäftigten zogen vom Finanzministerium zur Staatskanzlei und forderten Lohnerhöhungen, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. Ihre Forderungen erstrecken sich auch auf Beamte, die derzeit nicht in den Verhandlungsrahmen fallen.
Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) sprach vor den Demonstranten und äußerte die Hoffnung auf eine Einigung bis Februar. Die Arbeitgeberseite lehnte jedoch den ursprünglichen Gewerkschaftsvorschlag ab und bezeichnete die geforderten sieben Prozent mehr Lohn sowie einen Mindestzuschlag von 300 Euro monatlich als finanziell nicht umsetzbar. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Januar in Potsdam angesetzt. Beide Seiten liegen noch weit auseinander, doch die Gespräche werden fortgesetzt, während die Beschäftigten auf bessere Bezahlung drängen.
Der Warnstreik unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit unter den öffentlichen Bediensteten über stagnierende Löhne. Mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen müssen Gewerkschaften und Regierung nun einen Kompromiss finden. Eine endgültige Einigung wird bis Februar erwartet, auch wenn noch erhebliche Differenzen bestehen.