03 February 2026, 16:37

Warnstreiks in Schleswig-Holstein: Winterdienst und Straßeninstandhaltung lahmgelegt

Eine Kopfsteinpflasterstraße mit leichtem Schnee, ein Zaun ist im Hintergrund zu sehen.

Eingeschränkter Winterdienst im Norden am Donnerstag - Warnstreiks in Schleswig-Holstein: Winterdienst und Straßeninstandhaltung lahmgelegt

Öffentlich Bedienstete in Schleswig-Holstein legen am Donnerstag Warnstreiks auf – Straßenunterhalt und Verkehr betroffen

Am Donnerstag werden Beschäftigte im öffentlichen Dienst Schleswig-Holsteins zu Warnstreiks aufrufen, die sich auf Straßeninstandhaltung und Verkehrsleistungen auswirken. Die von der Gewerkschaft Verdi organisierte Arbeitsniederlegung erfolgt vor dem Hintergrund noch ungelöster Tarifverhandlungen. Autofahrer müssen mit erhöhten Risiken durch Schnee, Glätte und eingeschränkten Winterdienst rechnen.

Von den Streiks betroffen sind alle 22 Straßenmeistereien des Landes. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für rund 2,2 Millionen Beschäftigte bundesweit eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Februar in Potsdam angesetzt.

Um die Auswirkungen zu begrenzen, wird die Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Teams aus anderen Bezirken einsetzen und private Dienstleister hinzuziehen. Streusalz- und Sandvorräte wurden bereits positioniert, doch auf Landstraßen könnte der Winterdienst weiterhin eingeschränkt bleiben. Im Rahmen der Proteste ist zudem eine Kundgebung in Husum geplant.

Die Wettervorhersagen verschärfen die Lage: Vor allem morgens muss mit Glatteis gerechnet werden. Die LBV betont, dass vorrangig gefährliche Stellen geräumt werden, doch mit Verzögerungen ist zu rechnen.

Die Streiks stellen die Notfallpläne auf die Probe, während die Beschäftigten höhere Löhne einfordern. Verkehrsteilnehmer sollten sich auf rutschige Straßen und mögliche Behinderungen einstellen. Die weiteren Verhandlungen in Potsdam werden zeigen, ob es zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommt.