Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche
Hans-Werner HövelWeihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche - Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche
Gefängnisse in Sachsen führen Sondermaßnahmen ein, um Inhaftierten und ihren Familien ein würdevolles Weihnachtsfest zu ermöglichen
Die Weihnachtszeit stellt für Gefangene oft eine zusätzliche Belastung dar. Um dies abzumildern, setzen Justizbehörden in Sachsen auf festliche Aktivitäten und erweiterte Besuchsrechte. Von der Initiative profitieren über 2.900 Häftlinge, darunter Männer und Frauen.
Das sächsische Justizministerium hat ein vielfältiges Programm auf den Weg gebracht, um in den Justizvollzugsanstalten weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Die Inhaftierten können an Advents- und Weihnachtsgottesdiensten teilnehmen sowie an festlichen Zusammenkünften mit Essen, Musik und Dekoration. Für viele wird der Höhepunkt das traditionelle Weihnachtsessen mit allen Beilagen sein.
Um die emotionale Belastung durch die Trennung zu lindern, veranstalten die Gefängnisse Familienweihnachtsfeiern. Bei diesen Treffen können inhaftierte Eltern Zeit mit ihren Kindern verbringen, gemeinsam spielen, basteln und selbstgemachte Geschenke austauschen. Zudem wurden die Besuchszeiten verlängert, um Familien mehr Gelegenheiten zum Zusammensein zu bieten. Neben den familienorientierten Angeboten stehen auch Sportturniere, Bastelworkshops und Kochkurse auf dem Programm. Justizministerin Constanze Geiert betonte, wie wichtig es sei, in dieser Zeit Mitgefühl und Unterstützung zu zeigen. Schon kleine Gesten könnten für diejenigen, die Weihnachten hinter Gittern verbringen, einen großen Unterschied machen. Aktuell sitzen in Sachsens Justizvollzugsanstalten 2.910 Gefangene ein, darunter 2.684 Männer und 226 Frauen. Die neuen Initiativen sollen ein Stück Normalität und Wärme in einen ansonsten schwierigen Alltag bringen.
Die Maßnahmen gelten während der gesamten Feiertage und geben Inhaftierten sowie ihren Angehörigen die Möglichkeit, gemeinsame Festmomente zu erleben. Von festlichen Mahlzeiten bis hin zu verlängerten Besuchszeiten zielt das Programm darauf ab, Isolation zu verringern und Verbindungen zu stärken. Die Behörden hoffen, dass diese Bemühungen Gefangenen und ihren Familien helfen, die Weihnachtszeit mit mehr Trost zu gestalten.