24 December 2025, 10:44

Weihnachtsbesuch in der JVA Neumünster

Eine Gruppe von Menschen in verschiedenen bunten Kleidern, einige halten Schilder, steht vor einem Eisenzaun, mit einem Gebäude mit Glasfenstern, einer Lampe, einer Werbetafel und einem Weihnachtsbaum im Hintergrund.

Weihnachtsbesuch in der JVA Neumünster - Weihnachtsbesuch in der JVA Neumünster

Am Heiligabend besuchte Kerstin von der Decken, Justizministerin von Schleswig-Holstein, die Justizvollzugsanstalt Neumünster. Sie nahm gemeinsam mit Inhaftierten an einem besonderen Gottesdienst teil und würdigte damit die Herausforderungen, denen Gefangene während der Feiertage gegenüberstehen. Die Veranstaltung sollte den von ihren Familien getrennten Menschen ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln.

Die Justizvollzugsanstalt Neumünster pflegt die Tradition, an Heiligabend Gottesdienste für die Gefangenen abzuhalten. In diesem Jahr wurde der Gottesdienst von Bischof Nora Steen und dem Gefängnisgeistlichen Jörn Kress geleitet. Von der Decken nahm teil und nutzte die Gelegenheit, um sich mit Inhaftierten sowie Mitarbeitenden auszutauschen.

Während ihres Besuchs betonte die Ministerin, wie schwer die Festtage für Menschen hinter Gittern sein können. Während Weihnachten für die meisten mit Liebe und familiärer Zusammenkunft verbunden ist, können Gefangene diese Momente nicht mit ihren Angehörigen teilen. Der Gottesdienst bot Raum für Besinnung und ein kurzes Gefühl von Verbundenheit. Von der Decken sprach zudem ihren Dank an das Gefängnispersonal aus. Sie würdigte deren Einsatz, der dazu beiträgt, die Feiertage für die Inhaftierten erträglicher zu gestalten und ihnen das Gefühl zu nehmen, in dieser Zeit vollständig isoliert zu sein.

Der Heiligabend-Gottesdienst in der Justizvollzugsanstalt Neumünster schenkte den Gefangenen einen Moment der Verbindung und der Reflexion. Der Besuch von der Deckens unterstrich die Bedeutung von Unterstützung für Inhaftierte während der Feiertage. Die Veranstaltung erinnerte daran, wie wichtig es ist, die emotionale Belastung der Haft in einer Zeit, die von Familie und Zusammengehörigkeit geprägt ist, zumindest etwas zu lindern.