03 March 2026, 16:11

Weimarer Kolleg schließt wegen hoher Kosten und schlechter Abschlussquoten

Ein Plakat mit Text über das Engagement der Biden-Harris-Regierung für die Entlastung von Studienkrediten, Systembehebungen und erschwingliche Colleges, mit einem Logo unten.

Ministerium: Rechnungshof forderte Schließung der Thüringen-Kollegs - Weimarer Kolleg schließt wegen hoher Kosten und schlechter Abschlussquoten

Kolleg in Weimar soll wegen steigender Kosten und sinkender Abschlussquoten schließen

Das Thüringer Kolleg in Weimar steht vor der Schließung – Grund sind steigende Kosten und sinkende Abschlusszahlen. Die Entscheidung folgt auf einen drastischen Rückgang der Studierendenzahlen in den letzten zehn Jahren. Kritiker haben sich bereits gegen die Schließungspläne ausgesprochen.

Die Bildungseinrichtung kämpft seit Jahren mit rückläufigen Anmeldezahlen. Die Zahl der Studierenden sank von einst über 100 auf nur noch 64 im vergangenen Jahrzehnt. Im letzten Schuljahr bestanden lediglich neun von 27 Schülerinnen und Schülern die Abiturprüfung.

Auch finanzielle Belastungen spielten eine zentrale Rolle. Die jährlichen Betriebskosten beliefen sich auf rund eine Million Euro. Der Thüringer Rechnungshof prüfte die Leistung des Kollegs und empfahl dessen Schließung.

Das Ministerium wird ab dem Schuljahr 2026/2027 keine neuen Studierenden mehr aufnehmen. Bereits Immatrikulierte können ihr Studium jedoch wie geplant abschließen. Alternativen zum Abitur, etwa über Volkshochschulen oder Fernlehrgänge, bleiben in Thüringen weiterhin bestehen.

Ulrike Grosse-Röthig, bildungspolitische Sprecherin der Linken, kritisierte die Entscheidung scharf. Sie argumentiert, dass die Schließung die Möglichkeiten für Erwachsene einschränke, die nachträglich einen Schulabschluss anstreben.

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Die Schließung wird nach dem Abschluss des aktuellen Jahrgangs wirksam. Ab 2026 werden keine neuen Studierenden mehr aufgenommen. Der Freistaat hat noch keine konkreten Ersatzangebote für die Weiterbildungsprogramme des Kollegs benannt.