WM 2026: Deutsche Spiele oft erst um 22 Uhr – Lärmschutz wird gelockert
Hildegund LachmannWM 2026: Deutsche Spiele oft erst um 22 Uhr – Lärmschutz wird gelockert
Deutschlands Vorrundenspiele bei der WM 2026 finden ungewöhnlich oft zu später Stunde statt
Bei der Fußball-WM 2026 wird die deutsche Nationalmannschaft in der Gruppenphase gleich mehrere Spiele zu ungewöhnlich später Zeit bestreiten. Zwei der drei Partien beginnen um 22 Uhr Ortszeit, viele weitere Begegnungen sind zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens angesetzt. Um den Fans entgegenzukommen, hat die Bundesregierung während des Turniers die Lärmschutzbestimmungen vorübergehend gelockert.
Das Bundeskabinett billigte eine Sonderregelung für den Zeitraum vom 11. Juni bis zum 19. Juli, die die nächtliche Ruhezeit ab 22 Uhr aufweicht. Damit erhalten Kommunen mehr Spielraum, um öffentliche Übertragungen der WM-Spiele zu genehmigen. Eine pauschale Freigabe gibt es jedoch nicht – jede Entscheidung liegt im Ermessen der lokalen Behörden, die zwischen Fanbegeisterung und Lärmschutz abwägen müssen.
In Braunschweig wird die Location Schön & Fröhlich Live-Übertragungen der deutschen Gruppenspiele zeigen und erwartet über tausend Zuschauer. Auch der BV Germania Wolfenbüttel plant eine öffentliche Vorführung des Spiels gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni – Anpfiff ist um 22 Uhr. Größere öffentliche Plätze wie der Martinskirche-Vorplatz, der Schlossplatz oder die Eisarena in Salzgitter haben bisher jedoch keine geplanten Public-Viewing-Veranstaltungen.
Auffällig am Turnierplan sind vor allem die späten Anstoßzeiten: Die vier häufigsten Spielbeginnzeiten in Deutschland – 21 Uhr, 22 Uhr, Mitternacht und 3 Uhr morgens – spiegeln die Zeitunterschiede zu den Austragungsorten wider. Nun müssen die Kommunalverwaltungen Anträge im Einzelfall prüfen und dabei sowohl das öffentliche Interesse als auch die nächtliche Ruhe berücksichtigen.
Die gelockerten Lärmvorschriften geben den Städten zwar Flexibilität, um Übertragungen zu organisieren, doch flächendeckende Public-Viewing-Events stehen bisher noch nicht fest. Fans sollten sich über lokale Bekanntmachungen über genehmigte Veranstaltungsorte informieren. Die Sonderregelung gilt bis zum WM-Finale am 19. Juli.






