Zollgebühren ab Juli: Warum Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern jetzt teurer werden
George BenthinZollgebühren ab Juli: Warum Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern jetzt teurer werden
Online-Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU werden ab 1. Juli 2023 teurer
Ab dem 1. Juli 2023 steigen die Kosten für Bestellungen bei Händlern aus Drittstaaten. Neue Zollgebühren auf günstige Sendungen belasten Verbraucher mit zusätzlichen Ausgaben. Käufer werden aufgefordert, die Geschäftsbedingungen sorgfältig zu prüfen, bevor sie bei unbekannten ausländischen Anbietern bestellen.
Ab Juli fällt eine pauschale Zollabgabe von 3 Euro pro Produktkategorie auf Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro an. Hinzu kommt die bereits bestehende Einfuhrumsatzsteuer – selbst günstige Artikel werden so spürbar teurer. Was bisher als Schnäppchen galt, könnte sich durch die Zusatzkosten als unwirtschaftlich erweisen.
Ab dem 1. November 2026 folgt eine weitere Zollgebühr, deren genaue Höhe die EU-Kommission noch festlegen muss. Die Maßnahmen gelten vorerst bis 2028, wenn voraussichtlich alle EU-Länder in der Lage sind, eingehende Sendungen vollständig zu kontrollieren und abzufertigen.
Doch nicht nur die Kosten steigen: Beim Kauf bei Nicht-EU-Händlern drohen zusätzliche Risiken. Verbraucherrechte bei Rückgaben, Rückerstattungen oder Garantieansprüchen sind bei ausländischen Anbietern oft schwächer ausgeprägt. Käufer sollten daher das Impressum und die Versandbedingungen prüfen, um den Firmensitz des Händlers und mögliche versteckte Kosten zu klären.
Innerhalb der EU bleiben die meisten Einkäufe weiterhin steuer- und zollfrei – mit Ausnahme bestimmter Waren wie Kaffee, Alkohol und Tabak.
Die Änderungen bedeuten für Verbraucher, die außerhalb der EU bestellen, höhere Kosten. Besonders bei günstigen Artikeln müssen Käufer künftig mit Zusatzgebühren rechnen. Bis 2028 bleiben die neuen Regeln in Kraft, während die EU-Länder ihre Zollsysteme modernisieren.







