Zollrazzia in Münster deckt Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf Baustellen auf
George BenthinZollrazzia in Münster deckt Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf Baustellen auf
Zollbeamte in Münster deckten bei einer überraschenden Kontrolle Ende März schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht auf. Die Überprüfungen an fünf Baustellen für Glasfaserkabel förderten nicht angemeldete Arbeiter, illegalen Aufenthalt und sogar einen offenen Haftbefehl zutage.
Am 26. März 2026 durchsuchte das Hauptzollamt Münster fünf Standorte, an denen Glasfaserkabel verlegt wurden. Von den 38 kontrollierten Arbeitnehmern waren 20 ohne ordnungsgemäße Sozialversicherungsanmeldung beschäftigt. Sie waren schwarz beschäftigt worden, um gesetzliche Verpflichtungen zu umgehen.
Sechs weitere Personen hielten sich ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland auf. Als die Beamten eintrafen, versuchte ein Arbeiter zu fliehen, wurde jedoch gestoppt. Ein anderer wurde sofort festgenommen, nachdem in der Datenbank ein offener Haftbefehl gegen ihn entdeckt worden war.
Verena John, die Pressesprecherin des Münsteraner Zollamts, bezeichnete die Verstöße später als selten, aber schwerwiegend. Sie bestätigte, dass die Behörden weitere Maßnahmen gegen die Beteiligten eingeleitet hätten.
Die Aktion brachte multiple Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsgesetze ans Licht. Nicht angemeldete Beschäftigung, illegaler Aufenthalt und ein aktiver Haftbefehl führten zu sofortigen Konsequenzen für die Betroffenen. Die Zollbehörden kündigten an, dass weitere Nachverfolgungsmaßnahmen folgen werden.






