25 December 2025, 16:44

Zwangsversteigerungen in Deutschland steigen um 15 Prozent – ein Rekordhoch seit Jahren

Ein Plakat mit Text und verschiedenen Münzen darauf.

Zwangsversteigerungen in Deutschland steigen um 15 Prozent – ein Rekordhoch seit Jahren

Deutschland erlebt eine deutliche Zunahme von Zwangsversteigerungen, mit mindestens 3.250 geplanten Verfahren bundesweit in den kommenden Monaten. Das entspricht einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres – der höchste Anstieg seit Jahren.

Zwangsversteigerungen drohen, wenn Hausbesitzer ihre Hypotheken nicht mehr bedienen können und mit den Kreditgebern keine neuen Konditionen aushandeln. Ein Hauptgrund sind die gestiegenen Zinsen, die derzeit zwischen 3 und 4 Prozent liegen – deutlich höher als die nahe null liegenden Sätze zwischen 2012 und 2022.

Der Anstieg verläuft jedoch regional sehr unterschiedlich. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der anstehenden Versteigerungen um über ein Drittel erhöht. In Mecklenburg-Vorpommern haben sich die geplanten Zwangsversteigerungen nahezu verdoppelt. Bayern verzeichnet dagegen einen Anstieg von etwa 10 Prozent. Historisch zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen angekündigten und tatsächlich durchgeführten Versteigerungen. In den ostdeutschen Bundesländern und Berlin hingegen bleiben die Zahlen stabil oder sind sogar leicht rückläufig. Der bundesweite Anstieg lag im vergangenen Jahr bei nur 2 Prozent, nachdem er im Jahr davor noch 11 Prozent betragen hatte.

Die aktuellen Zahlen bestätigen einen klaren Aufwärtstrend bei den Zwangsversteigerungen. Mit 3.250 anstehenden Verfahren wächst der Druck auf Immobilienbesitzer. Höhere Kreditkosten und regionale Unterschiede prägen die aktuelle Welle der Verfahren.