12-Stunden-Regel treibt Spritpreise in Deutschland nach oben – besonders im Süden
George Benthin12-Stunden-Regel treibt Spritpreise in Deutschland nach oben – besonders im Süden
Eine neue Regelung in Deutschland hat Mineralölkonzernen durch höhere Spritpreise zusätzliche Gewinne beschert. Die sogenannte 12-Stunden-Regel, die am 1. April in Kraft trat, erlaubt Tankstellen, die Preise nur noch zweimal täglich anzupassen. Erste Daten zeigen, dass die Änderung die Kosten für Autofahrer bereits in die Höhe getrieben hat – besonders in den südlichen Bundesländern.
Die Reform gilt seit dem 1. April, und Forscher verglichen umgehend die Preisentwicklung vor und nach dem Stichtag. Als Grundlage dienten Daten des Markttransparenzstellen für Kraftstoffe, die einen Zeitraum von jeweils 14 Tagen vor und nach der Umstellung abdecken. Die Gewinnspannen wurden ermittelt, indem die Großhandelspreise am ARA-Handelsplatz von den Netto-Endverbraucherpreisen abgezogen wurden.
In den ersten beiden Wochen stieg die Marge bei Superbenzin im Schnitt um 6 Cent pro Liter. Bei Diesel waren hingegen keine klaren Veränderungen zu erkennen. Die stärksten Preisanstiege verzeichneten kleinere Tankstellenketten und unabhängige Betreiber, während große Konzerne nur geringe Erhöhungen verzeichneten.
Kritiker hatten bereits im Vorfeld gewarnt, dass die Regelung zu höheren Preisen führen könnte, da Tankstellen die Kosten präventiv anheben könnten. Erste Vergleiche mit Nachbarländern in der EU zeigen zudem, dass die Spritpreise in Deutschland nach Einführung der Reform stärker stiegen als anderswo.
Die Studie unterstreicht, wie sich die 12-Stunden-Regel bereits auf die Kraftstoffkosten auswirkt – mit den deutlichsten Effekten in Süddeutschland. Vor allem kleinere Anbieter profitierten von den größeren Gewinnspannen, während große Ketten kaum Veränderungen verzeichneten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Regelung auch in den kommenden Monaten Einfluss auf die Preisentwicklung haben könnte.






